Kroatien in der EU: Arbeitsmarktzugang

22. Juli 2013 | 07:13

Arbeitsmarktzugang für kroatische Staatsbürger

Beim Arbeitsmarktzugang haben die bisherigen Mitgliedsstaaten das Recht, die nationalen Zugangsbeschränkungen im Rahmen der Übergangsfristen beizubehalten. Österreich hat von dieser Schutzklausel Gebrauch gemacht, sodass für kroatische Staatsbürger nach wie vor eine Bewilligung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz notwendig ist. Ausnahme: Kroatische Staatsbürger, die am Tag des Beitrittes bzw. nach dem Beitritt rechtmäßig in Österreich arbeiten und ununterbrochen für mindestens zwölf Monate zum Arbeitsmarkt zugelassen waren, haben freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt.

Hinsichtlich der Übergangsfrist gilt das „2+3+2-Modell“. Vorerst gelten die Zugangsbeschränkungen für kroatische Staatsbürger zum österreichischen Arbeitsmarkt für 2 Jahre. Diese Frist kann von Österreich um weitere 3 bzw. dann nochmals um weitere 2 Jahre verlängert werden – spätestens nach 7 Jahren gilt dann die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Seit dem Beitritt Kroatiens brauchen kroatische Staatsbürger in Österreich keine sogenannte „Aufenthaltsbewilligung“ (richtig: Aufenthaltstitel) mehr. Statt dessen werden sogenannte EWR-Anmeldebescheinigungen ausgestellt bzw. sind bei der zuständigen Niederlassungsbehörde zu beantragen, wenn der Aufenthalt in Österreich länger als drei Monate erfolgen soll.

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